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Die IG Metall - verlässlicher Partner für Leihbeschäftigte

Die Ungerechtigkeit bei der Leiharbeit hat viele Facetten: Schlechte Bezahlung ist nur eine davon. Viele Betroffene fühlen sich als Beschäftigte zweiter Klasse. Die IG Metall kümmert sich. Darauf kann man sich verlassen. Das haben inzwischen viele Leiharbeitnehmer erkannt und sind Mitglied geworden.

Minijobs, unfreiwillige Teilzeit, Leiharbeit und Werkverträge - hierzulande ist fast jeder vierte Beschäftigte in einem prekären Job. Das bedeutet eine schlechtere Bezahlung im Vergleich zu den anderen Beschäftigten. Aber nicht nur. Es bedeutet auch ein hohes Risiko, den Arbeitsplatz schnell wieder zu verlieren, sich auf eine neue Situation einstellen zu müssen und manchmal auch keine Beschäftigung zu haben. Für die IG Metall ist das ein unhaltbarer Zustand. "Gerechtigkeit und prekäre Beschäftigung passen genauso wenig zusammen wie Demokratie und Zensur", konstatiert Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Dass die Gewerkschaft nicht nur mit Worten beeindruckt, diese Erfahrung haben viele Leihbeschäftigte gemacht. Sie wissen, auf die IG Metall ist Verlass. Bis zum Dezember 2012 sind daher über 44 000 Leiharbeitsbeschäftigte in die IG Metall eingetreten. 


Tarifpolitische Erfolge
 
Die IG Metall bereits vor Jahren erkannt, dass die Leiharbeitnehmer zunehmend unter Druck geraten. Daher hat sie bereits vor Jahren eine Kampagne "Gleiche Arbeit - gleiches Geld" gestartet, um die Besserstellung der Leiharbeiter zu erreichen. Nachdem die Gewerkschaft in vielen Firmen bereits Besservereinbarungen erzielen konnte, hat sie in der vergangenen Tarifrunde die schlechte Bezahlung und die Unsicherheit in der Leiharbeit zum Thema gemacht.

Nun gelten in den Branchen Metall-/Elektro, Holz- und Kunstoff sowie Textil und Bekleidung Regelungen zur Mitbestimmung. Aufgrund dessen können Betriebsräte mit dem Arbeitgeber verhandeln, wenn das Unternehmen Leiharbeitsbeschäftigte einsetzen will. Dabei wird festgelegt, auf welchem Arbeitsplatz wie viele und wie lange Leiharbeiter im Betrieb eingesetzt werden sollen. Auch das Entgelt, die Einsatzdauer und die Übernahme auf einen festen Arbeitsvertrag können geregelt werden. Leiharbeiter erhalten zudem nach einer Einsatzzeit von 24 Monaten das Angebot auf einen festen Arbeitsvertrag. Damit ist ein Quäntchen Sicherheit in die Firmen eingezogen. Dazu kommen die Branchenzuschläge, die Leiharbeitnehmer seit November 2012 bekommen, wenn sie in tarifgebundenen Firmen im Organisationsbereich der IG Metall eingesetzt werden.
 

Jetzt ist die Politik am Zug

Faire Regeln für Leihbeschäftigte und die Regulierung des Arbeitsmarktes können jedoch nicht ausschließlich die Aufgabe der Tarifvertragsparteien sein. Jetzt ist die Politik am Zug. Mit einem flächendeckenden Mindestlohn könnte Lohndumping eingedämmt werden. Zudem brauchen Leihbeschäftigte mehr Schutz in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Daher ist es ein Skandal, dass es bisher keine Kurzarbeiterregelung für Leihbeschäftigte gibt. Das fordert die IG Metall aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage. "Die IG Metall erwartet von allen Parteien verantwortungsvolles Handeln gegenüber den Beschäftigten", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall.


Gute Gründe für eine Mitgliedschaft

Fast 2,3 Millionen Menschen sind in der IG Metall. Doch es gibt immer noch viele, die meinen, sie könnten sich den Gewerkschaftsbeitrag sparen. Denn in vielen Firmen profitieren auch Nichtmitglieder von den Tarifverträgen der IG Metall. Warum das so ist? Arbeitgeber haben ein Interesse daran, dass Mitarbeiter nicht Gewerkschaftsmitglied werden. Um Nichtmitglieder keinen Anreiz zu geben, Gewerkschaftsmitglied zu werden, zahlen sie lieber allen das Gleiche. Bei Problemen ist es für sie dann einfacher, mit Nichtmitgliedern umzugehen, denn diese stehen ohne eine starke Organisation im Rücken allein da. 

Als mitgliederstärkste Gewerkschaft hierzulande hat die IG Metall das Gewicht, sich in den Unternehmen, der Politik und der Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Die Mitbestimmungsmöglichkeiten und die Branchenzuschläge bei Leiharbeit konnte die IG Metall vor allem deshalb durchsetzen, weil sich viele aktive Metallerinnen und Metaller bei den Tarifaktionen beteiligt und so gezeigt haben, dass sie hinter den Tarifforderungen stehen. Das hat am Ende dazu geführt, dass die Arbeitgeberseite in den Verhandlungen eingelenkt hat.


Rechtliche Unterstützung und ein guter Service
 
Die IG Metall hilft ihren Mitglieder dabei, zu ihrem Recht zu kommen. Gewerkschaftsmitglieder haben nicht nur einen Rechtsanspruch auf tarifliche Leistungen. Wenn der Arbeitgeber nicht tarifgemäß zahlen will, dann steht die IG Metall ihren Mitglieder unterstützend zur Seite - zur Not auch juristisch. So versuchten beispielsweise Ende letzten Jahres einige Verleiher die Branchenzuschläge bei Leiharbeit zu umgehen. Meist hatten sie schlechte Karten. 


Die IG Metall hilft: Für alle Fragen rund um die Leiharbeit hat die IG Metall für Leiharbeitnehmer, die Mitglied sind, ein Beratungstelefon eingerichtet.

Unter der Hotline 0800 - 4463488 werden Sie kostenlos beraten:


•Mo, Di, Do  10.00 bis 16.00 Uhr
•Mi               10.00 bis 18.00 Uhr
•Fr                 9.00 bis 12.00 Uhr
 
Wer noch nicht Mitglied ist, kann sich auf unserer Internetseite gleichearbeit-gleichesgeld.de trotzdem in unserem umfangreichen Online-Angebot für Leiharbeiter über seine Rechte informieren

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