IG Metall Halberstadt
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29.11.2021, 15:11 Uhr

RUND 2.500 BESCHÄFTIGTE SETZEN ZEICHEN FÜR DIE ZUKUNFT DES STAHLS IN SALZGITTER

Politik muss Investitionen für Transformation bereitstellen!

  • 23.09.2021
  • Aktuelles, Stahl

Die IG Metall hat die Belegschaften der Salzgitter AG am 22.09.2021 zu einer Kundgebung im Rahmen des Stahlaktionstages in Salzgitter aufgerufen und 2.500 Kolleginnen und Kollegen sind dem Aufruf gefolgt. Unter dem Motto „Bereit für grünen Stahl“ haben die Beschäftigten aus Salzgitter, Peine und Ilsenburg ihre Forderungen in Richtung der Politik vor dem Kontext der anstehenden Bundestagswahl deutlich gemacht.

Die Vertrauensleute und viele Beschäftigte der Ilsenburger Grobblech GmbH sind mit einer großen Delegation angereist und waren Teil dieser machtvollen Demonstration.

 

 

Die Gewerkschaft fordert gemeinsam mit den Beschäftigten von der Politik verlässliche und verbindliche Rahmenbedingungen für die Umstellung auf eine klimaneutrale Stahlerzeugung.

Bereits seit Jahren setzt sich die IG Metall für geeignete politische Rahmenbedingungen ein, die sowohl den klimapolitischen Zielen Rechnung tragen, aber auch den Wirtschaftsstandort Europa und seine Arbeitsplätze nicht gefährden. Umweltschutz- und Industriepolitik müssen in Einklang gebracht werden und dürfen nicht konkurrierend gegenübergestellt werden. „Nachhaltigkeit im Kopf zu haben und zeitgleich die Arbeitsplätze mit zu bedenken, liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist doch kein Widerspruch! Die Stahlindustrie hat zur Erreichung der Klimaschutzziele einen weitreichenden Transformationsprozess vor sich.“, unterstrich Thorsten Gröger, IG Metall Bezirksleiter Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, vor Ort in seiner kämpferischen Rede.

Grüner Stahl ist in aller Munde. Die derzeitige Bundesregierung hat ein „Handlungskonzept Stahl“ beschlossen. „Ein Konzept an dem wir auch maßgeblich mitgewirkt haben, um zu untermauern, dass Klimaschutz und eine wettbewerbsfähige Industrie keine Widersprüche sind. Ziel ist es, eine wirkliche Chancengleichheit auf dem globalen Stahlmarkt zu schaffen. Die Bundesregierung wird sich deshalb bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass Schutzmaßnahmen vor subventionierten Billigstahl, vor allem aus Asien, beibehalten werden!“, fügt Gröger abschließend an und untermauert die Wichtigkeit der Stahlindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland.